Berglern barrierefreier ?

Der Berglerner Seniorenbeirat nimmt sich das Thema Barrierefreiheit zur Brust und hat bereits erste Erfolge vorzuweisen. Der ehemalige Seniorenreferent und Vizebürgermeister Otmar Lerch (PuB) sagte der Heimatzeitung auf Nachfrage: „Wir wollen Ortsbegehungen machen.“ Eine erste habe bereits stattgefunden, und da seien auch schon konkrete Mängel festgestellt worden:
„Der Bürgermeister kann in seinen Sprechstunden nicht barrierefrei besucht werden.“ Dabei, so Lerch weiter, gebe es ein entsprechendes Gesetz. Und das müsse umgesetzt werden.

„Der Bürgermeister kann in seinen Sprechstunden nicht barrierefrei besucht werden.“ Dabei, so Lerch weiter, gebe es ein entsprechendes Gesetz. Und das müsse umgesetzt werden.

Der Gemeindesaal sei ein weiteres Thema. Die Treppe hinauf ist für Menschen mit Einschränkungen quasi unüberwindbar.‘

Die Langenpreisinger Nachbarn hatten das gleiche Thema gehabt, sehr zum Ärger des VdK, der moniert hatte, dass Menschen mit Einschränkungen die öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats nicht verfolgen konnten. Gelöst wurde das Problem durch einen Umzug des Gemeinderats in die barrierefreie Schule.

Der Seniorenbeirat habe sich verschiedene Punkte bereits angeschaut, vor allem öffentliche Gebäude, so Lerch. Das werde dann in konkrete Anträge an den Gemeinderat münden, kündigt er an. Bürgermeister Anton Scherer, mit dieser Kritik konfrontiert, berichtet: „Da sind wir mit dem Bauhof bereits im Gespräch.“ Es stimme, was Lerch da vortrage. „Wir müssen schauen, dass wir den Weg zum Büro des Bürgermeisters pflastern, sonst hat das andere ja auch keinen Sinn.“ Noch sei das ein Kiesweg, und der sei eben für Menschen mit Einschränkungen schwierig, auch wenn die Stufen hinauf zum Gebäude mit einer Hilfe einigermaßen machbar seien.

„Langfristig müssen wir uns überhaupt überlegen, ob wir das nicht woanders hin verlegen“, erklärte der Gemeindechef kurz vor seinem Kurzurlaub. „Ich habe ja immer wieder auch Besuch von Menschen, die nicht mehr so mobil sind.“
Lerch freut sich, dass der neue Supermarkt auf jeden Fall barrierefrei zugänglich sein wurde. Weitere Punkte werden laut dem stellvertretenden Bürgermeister folgen, denn man habe ja in allen Gemeindeteilen zu tun.

(Text und Foto : Klaus Kuhn, Erdinger Merkur)

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